Hundekrimi – Hinweis: Die Personen und die Handlung dem folgendem Hundekrimi Mocadoodle Welpen Mafia sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen und Hunden wären rein zufällig. Der Name Mocadoodle soll den Trend für Desinger Dogs und Hybridhunde symbolisieren. Mo = Mops Ca = Cavalier King Charles Spaniel doodle = Pudel Cavaliere und Mops sind genetisch so verschieden wie Esel und Kuh; eine Kreuzung von Mops und Cavalier King Charles Spaniel ist von daher undenkbar. Pudel und Cavalier King Charles Spaniel wurden schon öfter, auch in Deutschland, gekreuzt. Um jegliche Verwechslungen mit lebenden oder verstorbenen Hunden und Züchter auszuschließen, haben wir für unseren Hundekrimi einen fiktiven Mops, Cavalier King Charles Spaniel und Pudel zu fiktiven Mocadoodles frei erfunden.

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Mocadoodle Welpen Mafia

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illegaler Hundehandel kennt keinen Wecker

Kapitel 1

Ytteb schlug die Augen auf, streckte sich im Bett und wanderte mit dem Blick zum Fenster. Die freundliche Morgensonne überließ langsam das Feld der Mittagshitze, das Zimmer wurde zunehmend zu einem Gefängnis aus Hitze, die sich staute und den Atem erschwerte. Der junge Mann stieg aus dem Bett und zog die Vorhänge mit einer genervten Bewegung zu.

Die Sommermonate in Bulgarien waren geprägt von einer gnadenlosen Hitze, die die Pflanzen verblassen lies und die Insekten zu einer richtigen Plage machte. Doch heute war es so heiß, dass selbst die Fliegen nur träge auf der Fensterbank saßen und sich kaum bewegten.

Ytteb hörte seine Mutter

in der Küche mit Pfannen und Töpfen klappern und fasste sich an die Stirn, der Kopf pochte und schmerzte bei jedem Geräusch.

Es fiel ihm auf, dass er es gestern gar nicht mehr schaffte, sich vor dem Schlaf auszuziehen, so stark war der Alkoholeinfluss auf ihn.

Ytteb trank gern mit seinem Vater, als einziger und geliebter Sohn der Familie wurde ihm das Recht schon sehr früh zugesprochen. Heute war Ytteb siebzehn Jahre alt und in den Augen der Gesellschaft ein durchaus gestandener junger Mann.

Er bewegte sich

zu der Tür, folgte dem Geräusch der Töpfe und ließ sich, ohne zu grüßen, in den Sessel der Küche fallen.

„Dein Vater ist schon bei den Hunden.“ Sagte Yttebs Mutter, während sie ihm einen Guten-Morgen-Kuss auf die Wange drückte und einen Teller mit Pfannkuchen auf den Tisch stellte. Er streckte die Hand nach der Kanne aus und schüttete sich einen halben Becher Kaffee ein, danach aß er schweigend und versuchte, nicht an die Kopfschmerzen zu denken.

Heute stand noch sehr viel Arbeit bevor, eine neue Lieferung von Junghunden sollte Richtung Deutschland vorbereitet werden.

Er half seinen Eltern bei dem Geschäft schon solange er denken konnte und staunte immer wieder, wie viele Ausländer bereit waren, für Straßenköter bares Geld zu geben. Er selbst konnte den Hunden noch nie etwas abgewinnen, es hätten für ihn genauso Karten, Kühe, Tauben oder Schränke sein können.

Aber über Jahre lernte er, dass man mit den Hunden einfach am meisten Geld verdienen konnte und im Vergleich zu vielen seiner Kameraden aus der Schule lebten sie in Saus und Braus.

Tiere zu beschaffen

gehörte zu Yttebs Aufgaben und er war darin besonders gut und flink.

Er lernte, auf die Tiere zuzugehen, damit sie Vertrauen gewinnen.

Danach folgten wenige geübte Handgriffe und die Hunde waren angeleint und in den Transporter seines Vaters geworfen.

Besonders hübsche Exemplare nahm er auch schon mal von den Höfen anderer Menschen mit, es brauchte wenig Aufwand und die Hunde, die sowieso schon freundlich auf einen zugingen, waren viel leichter zu verkaufen.

Er wusste auch, welche Hunde besonders gut ankamen, bunte Mischungen voller Farben, mittlere Größe, zu alt sollten sie nicht sein und auf keinen Fall kastriert, denn der Verkauf von erwachsenen Hunden war nur ein Bruchteil des Geschäfts.

Das richtige Geld war mit den Welpen zu holen.

Europa wandelte sich

kurz vor der Jahrtausendwende und immer mehr Menschen in reichen Ländern wie Deutschland gaben bündelweise Geld für Hunde aus.

Erstaunlicherweise nutzten sie die Tiere gar nicht für etwas Sinnvolles, z. B. um den Hof zu bewachen oder die Herde zu hüten, wie Ytteb das aus den bulgarischen Dörfern kannte.

Stattdessen kauften die Menschen bunte Halsbänder und Futter, welches teurer war als das ganze Essen von Yttebs Familie, ließen die Hunde in ihren Betten schlafen, gaben mehr Geld beim Tierarzt aus, als die Hunde überhaupt gekostet haben.

Er beobachtete seit seiner Kindheit Menschen – vermutlich Touristen – die Straßenhunde fütterten, fingen und ins Ausland mitnahmen und sich teils noch drum stritten, wer den Hund bekommt.

Danach fühlten sie sich wohl wie Helden,

Retter in Not, aufgeblasen mit ihrem Wohlstand und ihrer unglaublichen Arroganz.

Ytteb mochte die Menschen noch nie, lernte aber schnell den Geschäftssinn, exakt diese Art Mensch zu seinem Vorteil zu nutzen. Mitleidig, unvernünftig und verschwenderisch.

Der junge Mann schüttelte

den Kopf um etwas wacher zu werden und nahm seine Tasche, verabschiedete flüchtig von der Mutter und verließ das Haus, um seiner täglichen Beschäftigung nachzugehen.

Er halft seinem Vater auch im alltäglichen Geschäft mit den Tieren, half dabei, die Jungtiere nach Schönheit zu sortieren, die kranken und toten Welpen zu entsorgen, die Hündinnen und Rüden zu füttern und die Zwingeranlage zu reinigen.

Effizienz stand immer an erster Stelle: Ein Hund, der keinen Profit einbrachte, war nichts wert und wurde kurzerhand entsorgt.

Ytteb betrat den Zwinger und

der gewohnte Gestank von Kot und Verwesung brach ihm entgegen. Der siebzehnjährige war nichts anderes gewohnt und nahm den Geruch kaum noch wahr.

Genauso lernte er früh, das Gejaule der Hunde zu ignorieren, wenn sie verladen, transportiert oder getötet wurden.

All diese Aktivitäten hatten für Ytteb kaum einen bedeutenden Unterschied, er wusste auch nicht, warum man so einen Wirbel um die Hunde machte. Schließlich rettete auch niemand Hühner oder Schweine, Nutzvieh ist eben Nutzvieh, eine Ware, die mit möglichst wenig Aufwand Profit bringen soll.

„Na, schon wach?“ brummelte Yttebs Vater ihm entgegen. „Die weiße hat endlich geworfen, in drei Wochen können wir den Transporter fertigmachen.“ Ytteb blickte zu einer weißen, großen Hündin, die auf der Seite lag und jede Menge Welpen säugte.

„Die wird mehr Futter brauchen, Paps.“ Sagte Ytteb und deutete auf die herausstechenden Rippen der weißen Schäferhündin. „Sonst kriegt sie das nicht hin und wir haben den Spaß mit dem Füttern.“

Der Mann folgte

dem Blick seines Sohnes und beäugte die Hündin kritisch. „Ja, da magst du recht haben.“ Sagte er schließlich, seufzte, griff mit der bloßen Hand in einen Metalleimer und warf eine Handvoll Schlachtabfälle in den Hundekäfig. Ytteb goss etwas Wasser in den Napf und kontrollierte die Käfige anderer Hunde.

„Was steht heute an?“ fragte er, als er damit fertig war.

„In Dobritsch soll es aktuell wieder mehr freilaufende Hunde geben. Da wollte ich mich mal umsehen, wir brauchen dringend mehr kleine Hündinnen, die hier werden alt. Letzte Woche musste ich schon zwei entsorgen, die kriegen keine Welpen mehr auf die Reihe.“

„Gut, dann mache ich den Transporter fertig.“ Sagte Ytteb. „Und denk dran, abends müssen wir noch mit den Orlys telefonieren, sie brauchen eine neue Lieferung.“

Hundekrimi Welpen Mafia Kapitel 1 Ende

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Marion Schanne & Josy Dobritsch

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Jeder bekommt was er verdient.
Es dauert nicht mehr lange und
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